Schwarz & Licht
«Schwarz & Licht» ist eigentlich ziemlich einfach: ein Mensch, ein schwarzer Hintergrund, ein Licht und meine Leica M11 Monochrom. Die kann nur Schwarzweiss. Farbe ist also schon mal kein Thema.
Auch sonst gibt es nicht viel. Kein Styling, keine Requisiten, keine aufwendigen Sets und möglichst wenig Regie. Vor meiner Kamera muss niemand etwas darstellen, eine Rolle spielen oder besonders fotogen sein. Da sein reicht völlig.
Und genau das interessiert mich.
Was passiert, wenn man einem Menschen vor der Kamera möglichst wenig vorgibt? Wenn die perfekte Pose irgendwann unwichtig wird und für einen Moment vergessen geht, dass da überhaupt eine Kamera steht?
Dann entstehen oft die Bilder, die ich suche.
Ein Blick, eine kleine Unsicherheit, ein Lächeln, das nicht bestellt war. Manchmal ernst, manchmal ruhig, manchmal mit ziemlich viel Charakter. Nicht perfekt inszeniert – aber persönlich.
Das Licht bleibt dabei immer dasselbe. Der Hintergrund auch. Und trotzdem sieht kein Porträt aus wie das andere.
Eigentlich logisch. Das Einzige, was sich verändert, ist der Mensch vor meiner Kamera.
«Schwarz & Licht» ist deshalb weniger eine Serie über Fotografie als über Menschen. Reduziert auf das, was für mich wirklich zählt: Ausdruck, Persönlichkeit und dieser kurze Moment, in dem niemand versucht, etwas für die Kamera zu sein.
Fotografisch gesehen: ziemlich wenig. Menschlich gesehen: ziemlich viel.



































