Street
portrait
Street Portrait – Der Moment, der zählt
Die Strasse ist ein wandelndes Bühnenbild, voller Stimmen, Silhouetten und flüchtiger Bewegungen. Hier, zwischen Asphalt und Alltag, entstehen die ehrlichsten Geschichten – jene, die man nicht planen, nicht proben, nicht wiederholen kann. Wenn ich mit der Kamera unterwegs bin, suche ich nicht nach Perfektion, sondern nach Begegnungen. Nach kurzen Blicken, die mehr sagen als Worte. Nach Menschen, die bereit sind, für einen Augenblick sichtbar zu werden, so wie sie sind.
Ein Street Portrait ist immer ein Dialog. Ein leises Einverständnis, ein kleines Vertrauen, das zwischen zwei Fremden entsteht. Ich spreche jemanden an, wir teilen einen Moment, und plötzlich öffnet sich eine Welt. Manchmal dauert es nur Sekunden, manchmal ein paar Atemzüge länger – doch in dieser knappen Zeit formt sich ein Bild, das weit über den Augenblick hinausreicht. Es zeigt Spuren von Leben, Geschichten in den Augen, Stärke, Verletzlichkeit und all die Nuancen dazwischen.
Die Authentizität ist mein Kompass. Kein inszeniertes Licht, keine vorbereitete Pose – nur das, was gerade da ist. Eine Strasse im Gegenlicht, ein Schatten, der die Wange streift, ein Windstoss, der ein Detail verändert. Die Stadt schreibt mit, ob sie will oder nicht. Sie schafft Kontraste, Rhythmen, Atmosphären. Und ich versuche, diesen Moment zu fangen, bevor er sich auflöst und weiterzieht wie alles, was draussen lebt.
Jede Aufnahme ist ein kleines Dokument von Jetzt. Ein Portrait, das zeigt, wie sich jemand in dieser Sekunde gefühlt hat, ohne Filter, ohne Fassade. Vielleicht ist genau das der Zauber: dass die Wahrheit im Vorübergehen liegt, im Mut, sich für einen winzigen Moment zu öffnen.
Street Portraits sind für mich mehr als Bilder – sie sind Begegnungen, die bleiben, auch wenn der Moment längst vorüber ist.

























